Ehemaligenverein des Städtischen Gymnasiums Steinheim


Ehemalige Französischassistentin stellt ihre Bilder im Möbelmuseum aus

Unter dem Titel „Auf und davon" wurde am 10. Mai 2009 im Möbelmuseum eine Gemäldeausstellung von Marie-Pascale Devignon-Tripp eröffnet.

Sie dauert bis zum 14. Juni 2009.

Die Künstlerin kam erstmalig vor 25 Jahren als junge Studentin nach Steinheim und war für ein Schuljahr als Fremdsprachenassistentin am Städt. Gymnasium tätig. Seitdem pflegt die gebürtige Französin stets den Kontakt zu Freunden in der Stadt. Als sie im letzten Jahr das neu eröffnete Möbelmuseum besuchte, ist die Idee geboren, eine Ausstellung mit ihren Ölgemälden dort ins Leben zu rufen.

Begegnet man ihren Bildern, so fühlt man sich unausweichlich in die Ferne gezogen. Wie eine Nomadin macht sie sich immer auf den Weg zu neuen Ufern, stets auf der Suche nach neuen Malmotiven. So zieht es sie, deren größte Leidenschaft nach dem Malen das Reisen ist, immer wieder in wärmere und südlichere Gefilde:  „Von dort habe ich das Licht meiner Heimat, des Südens, mit nach Deutschland gebracht".

Die Kunst und Beschäftigung mit der Malerei zog sie schon seit frühester Kindheit in ihren Bann. Sie erlebt die Natur vom Eindruck her, achtet sehr auf Spannung innerhalb ihrer Bilder, um das Auge zu fesseln. Ihre Kompositionen sind nicht nur realistisches Abbild, sondern scheinen so gewählt, dass Form und Farbgebung eine ganz besondere Atmosphäre vermitteln. Manchmal mischen sich surrealistische Elemente in die impressionistischen Landschaften. Dann scheint die Malerin auf kühle Distanz zum Dargestellten zu gehen.

Logisch und konsequent verwendet sie ihr künstlerisches Talent zur perfekten Umsetzung all jener Eindrücke, die sie im täglichen Leben, aber vor allem in völliger Entspannung auf den Traumpfaden ihrer Reiselust, erfährt.

Marie-Pascale Devignon-Tripp lässt in ihrem Atelier behutsam aus sich heraus, was sie im Rausch ihrer Entdeckungen erfahren hat. Mit Pinsel oder Spachtel entfachte Sehnsucht oder ausgelöstes Erstaunen machen das Gros ihres Sujets aus. Dabei gelingt es ihr offenbar mit leichter Hand, dem Betrachter die Schönheit einer Landschaft, die skurrile Form eines Objekts der Architektur - in der Natur ebenso wie in der Baukunst - gleichermaßen unaufdringlich wie spannungsgeladen in ihren Bildkompositionen anzubieten und ihn dabei stets aufs Neue regelrecht in den Bann zu ziehen.

Die Ausstellung ist zu sehen mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.