Ehemaligenverein des Städtischen Gymnasiums Steinheim


Zwei Ehemalige spielen im Rahmen der Oberstufen-Theater-AG Lutz Hübners "Das Herz eines Boxers".

Zwei Ehemalige auf der Schulbühne

Die Oberstufen-Theater-AG inszeniert:

Das Herz eines Boxers

Das Jugendtheaterstück von Lutz Hübner ist nicht nur für Jugendliche geeignet, sondern das Thema spricht auch den Erwachsenen an, denn das Alter gehört nun einmal unlöslich zum Leben dazu.

Jojo ist ein echter „Loser": Er hat für den Boss seiner Clique eine Bewährungsstrafe wegen Diebstahls übernommen. Auch sonst sieht es nicht gerade rosig für ihn aus: keine Lehrstelle, keine Freundin, ... - und jetzt muss er zur Strafe seiner nicht begangenen Tat auch noch im Altersheim Stunden abarbeiten. Hier trifft Jojo auf Leo, einen alten ehemaligen Preisboxer, der stumpfsinnig herumsitzt und nicht spricht. Also quasselt Jojo ihn voll, erzählt von seinem Leben, provoziert den Alten - bis der überraschenderweise zu sprechen beginnt. Jojo kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, und zwischen den beiden so ungleichen Personen entwickelt sich eine Freundschaft, die das Leben der beiden verändert.

Dieses Theaterstück auf der Suche nach Hoffnung und dem Platz in der Gesellschaft wird von Josef Schuler, dem ehemaligen stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Steinheim in der Rolle von Leo, und von Philipp Littmann, einem ehemaligen Schüler des Gymnasiums Steinheim in der Rolle von Jojo, unter der Leitung von Michael Schwarzwald auf die Bühne gebracht.

Die technische Begleitung und Organisation der geplanten Aufführungen übernahmen die weiteren Mitglieder der Theater-AG, die durch diese Arbeit einen ersten Einblick in die technische Seite der Theaterarbeit erhalten und die parallel dazu an ihrem eigenen Stück arbeiten, dessen Aufführung für den Herbst vorgesehen ist.

Die Premiere fand statt am 9. März in der Aula des Schulzentrums

Weitere Aufführungen:

Freitag, 23. März 2007 um 20.00 Uhr im Evangelischen Pfarrheim

Samstag, 24. März 2007 um 20.00 Uhr im Evangelischen Pfarrheim

Eintrittspreise: 5,00 €, ermäßigt: 3,00 €

Foto: Josef Schuler in der Rolle des ehemaligen Preisboxers Leo und Philipp Littmann als Jojo im Jugendstück „Das Herz eines Boxers"

Faszinierende Welt der Käfer

Dr. Thomas Wagner beim Ehemaligenverein des Steinheimer Gymnasiums

Kakamega ist nicht das ein griechisches Fremdwort für das große Böse, wie man meinen könnte, sondern die Bezeichnung der Ostafrikaner für ihre heimische Gebirgslandschaft.. Sie liegt nahe des Äquators und zeichnet sich aus durch eine üppige Vegetation, riesige Urwaldbäume, schlecht zugängliche Wege und vor allem durch eine unglaubliche Artenvielfalt der Kleintierwelt. Dr. Thomas Wagner (42), gebürtig aus dem lippischen Lothe und Biologiedozent an der Universität Koblenz-Landau vermochte es in einem einstündigen Vortrag die Zuhörerschaft  mit seinen Erzählungen über seine wissenschaftlichen Expeditionen  in die Gegend des Victoriasees zu fesseln. Er illustrierte seinen Vortrag mit fantastischen Bilder zur Landschaft, Vegetation und Fauna des noch immer geheimnisvollen Kontinents. Den meisten Zuhörern war sicher nicht bewusst, dass mehr als die Hälfte der Tierarten Insekten sind. Viele haben bis heute keinen Namen. Das gilt insbesondere für die Käfer. Wagners Forscherteam machte sich deshalb zur Aufgabe, etwas mehr Licht in das Dunkel zu bringen, indem es  z. B. sämtliche Insekten, die eine bestimmte Anzahl unterschiedlicher Bäume bewohnen, genau auszählte, deren Arten nach bekannten und bisher nicht benannten einteilte, sie genau beschrieb und in einigen Fällen ihnen auch nach dem Linnéischen System lateinische Doppelnamen gab.


Das Foto zeigt Dr. Thomas Wagner mit der stellvertretenden Vorsitzenden (beide Abiturjahrgang 1984) Sabine Janßen. 

Passend zur Karnevalszeit und zum Thema Käfer rezitierte Thomas  Wagner zum Abschluss vor den  leider nur wenigen Zuhörern im Erdkunderaum des Steinheimer Gymnasiums einige „Käfergedichte" seines Lieblingsdichters Wilhelm Busch. Dieser Teil des Vortrages rundete  auf neue Weise das Thema des Abends ab.

Der Ehemaligenverein der Schule hatte zu seiner zweiten Jahresveranstaltung eingeladen. Der wieder gewählte Vorstand nimmt sich vor, ähnliche Veranstaltungen einmal jährlich auch in Zukunft durchzuführen. 

Solidarische Hilfe im Kampf gegen Leukämie

Jahrgangsstufe 13 des Steinheimer Gymnasiums ist bei der Typisierungsaktion dabei

30 Menschen in Deutschland erhalten pro Tag die schlimme Diagnose: Sie sind an Leukämie erkrankt. Auch viele Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Wenn Chemo- oder Strahlentherapie keine ausreichende Hilfe bieten, hilft die Übertragung von Blutstammzellen eines geeigneten Spenders. Um solche Spender zu finden, ist eine Blutuntersuchung nötig, die Typisierung. Viele Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 wollen ihren Beitrag im Kampf gegen die Leukämie leisten, indem sie sich im Oktober 2006 typisieren lassen und die Ergebnisse der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) zur Verfügung stellen. Angeregt dazu wurden sie durch die Initiative von Ansgar Saage, einem ehemaligen Schüler des Steinheimer Gymnasiums. Dessen Sohn Moritz konnte durch die DKMS ein Knochenmarkspender aus Israel vermittelt werden, so dass es ihm heute wieder besser geht. Tatkräftig unterstützt und koordiniert wird die Typisierungsaktion am Steinheimer Gymnasium durch den stellvertretenden Schulleiter Paul Jansen, der sich schon vor langer Zeit typisieren ließ.

Am 17. Oktober 2006 fand am Steinheimer Gymnasium um 13.20 Uhr für die Jahrgangsstufe 13 sowie das Lehrpersonal eine Informationsveranstaltung statt. Nur fünf Milliliter Blut sind für den Typisierungstest nötig, der möglicherweise anderen Menschen das Leben retten kann. Der Termin für die Typisierung war der 25. Oktober 2006. Die Blutproben werden in einem New Yorker Speziallabor untersucht und in die Knochenmarks-Spenderdateien eingefügt. Die Typisierungsaktion soll nach Möglichkeit einmal im Jahr für die jeweils neuen Abiturientinnen und Abiturienten wiederholt werden. Eine Typisierung kostet 50 Euro. Daher bitten die Beteiligten auch um Unterstützung in Form von Sponsoren und Geldspenden, z.B. durch Abgabe im Schulsekretariat oder durch Überweisung auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Tübingen: DKMS, BLZ: 64150020, Kontonummer: 255556, Kürzel: SGY 001. Bei Bedarf können auch Spendenquittungen ausgestellt werden.

Der Biologe Dr. Thomas Wagner (Abi 84) - Spezialist für Käferforschung - sorgt für eine kribbelige Unterhaltung auf dem Ehemaligenabend am Freitag, 16.02.2007.

PD Dr. Thomas Wagner, Universität Koblenz-Landau

Aus dem Curriculum vitae 

1965

geboren in Detmold, aufgewachsen in Lothe

1984

Abitur am Städt. Gymnasium Steinheim

1986-1992

Diplom-Studium der Biologie Bonn

1993-1996

Biologie im Promotionsstudiengang an der Universität Bonn

1996

Promotion über „Artenmannigfaltigkeit baumkronenbewohnender Arthropoden in zentralafrikanischen Wäldern unter besonderer Berücksichtigung der Käfer". Museum Koenig, Universität Bonn, bei Prof. Dr. C. M. Naumann

September 1999 - Juni 2000

Organisation des BIOTA-Ost-Projektes (gefördert vom BMBF) am Museum Koenig zum Einfluss anthropogener Nutzung auf die Arthropodenfauna im Kakamega Forest, Kenya

  „Dr. Thomas Wagner durchstreift als promovierter Käferforscher die grünen Hügel Afrikas, um die Artenvielfalt seiner krabbelnden Lieblingstiere zu erforschen. Dazu nebelt er die Bewohner der Baumkronen mit Betäubungsmittel ein und wartet, was herunterrieselt.

In mühevoller Fleißarbeit werden die Beweise tropischer Artenvielfalt dann bestimmt, gezählt und katalogisiert. In Deutschland lehrt und forscht Thomas Wagner als Akademischer Oberrat am Institut für Integrierte Naturwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau."

Das gestärkte Wir-Gefühl

Der Ehemaligenverein des Städtischen Gymnasiums Steinheim traf sich am 25. November 2005 zum ersten Mal.

Oliver Beerhenke ist Gewinner der zweiten Starsearch-Staffel des Fernsehsenders SAT1 und gefragter Comedian, Christoph Rüther erfolgreicher Architekt in Vinsebeck und Björn Nübel Bankkaufmann in der Börsenmetropole Frankfurt am Main. Alle drei haben gemeinsam, dass sie die Eintrittskarte in ihr erfolgreich gestaltetes Berufsleben vor einigen Jahren am Städtischen Gymnasium Steinheim gelöst haben. Das verbindet. Oliver Beerhenke, Christoph Rüther und Björn Nübel gehören dem Ehemaligenverein des Steinheimer Gymnasiums an, der seit rund einem Jahr besteht und seitdem auf 60 Mitglieder angewachsen ist.

Am 25. November 2005 trafen sich die Mitglieder des Vereins zum ersten Mal im Gymnasium, tauschten Geschichten aus alten Zeiten und Ideen für künftige Aktionen aus. Für eine „gute Idee, die viel Ertrag für die Schule und aktuellen Schüler abwerfen kann", halten alle Anwesenden die Gründung des Ehemaligenvereins. „Wir wollen dazu beitragen, dass sich ein Wir-Gefühl unter den ehemaligen und aktuellen Schülern sowie den Lehrern und der Schule entwickeln kann. Einmal im Jahr soll ein solches Treffen fortan stattfinden", sagte Josef Schuler, Vorsitzender des Vereins. Schulleiter Hermann Brak, der den Ehemaligenverein initiiert hatte, erklärte: „Ich halte das für eine ganz wichtige Angelegenheit für das Schulleben. Der Ehemaligenverein ist ein Sammelpunkt. Hier findet Wissenstransfer statt, wird die Tradition der Schule gepflegt und die Identifikation mit der Schule gestärkt."    

Der Ehemaligenverein des Städtischen Gymnasiums Steinheim traf sich zum ersten Mal: Ludger Kokenbrink (Kassierer), Oliver Beerhenke, Björn Nübel, Christoph Rüther (o.v.l.), Schulleiter Hermann Brak, Sabine Janssen (stellvertretende Vorsitzende), Josef Schuler (Vorsitzender des Ehemaligenvereins), Lehrer Ulrich Schriever (m.v.l.) sowie die beiden Abiturienten aus dem vorigen Jahrgang Vicky Wiethaup, Rafaela Altenberend (u.v.l.). Foto: Dieter

Toogle Left